Halten wir uns nicht lange mit Vorgeplänkel auf…
Auf dem Weg zur Arena passierten wir das Hotel, in dem auch die Mannschaften untergebracht sind. Und der deutsche Mannschaftsbus stand natürlich vor der Tür. Also nix wie hin und fotografiert. Dann kam prompt Erich Kühnhackl aus dem Hotel. Den konnten wir aber leider nicht fotografieren, der verschwand nämlich umgehend im Auto. Und zwei russische Kleiderschränke auf Beinen kamen uns auch noch entgegen. Keine Ahnung, wer die Spieler waren, aber sie sahen furchteinflößend aus.
Kurz vor der Arena wurde Andrea plötzlich neben mir ganz hektisch. Ich hörte nur die Worte „Krupp“ und „Foto“ und im nächsten Moment hatte sie mir auch schon den Piccolo aus der Hand gerupft. Dann begriff ich… Uwe Krupp kam uns grade entgegen. Er war zwar in Eile, aber Zeit für ein Foto mit Andrea hat er sich trotzdem genommen. 🙂
Wir blieben erstmal an der Treppe hoch zur Arena stehen, um die Atmosphäre zu genießen. Dann bekamen wir mit, wie ein paar tschechische Fans Harold Kreis, der da grade lang spazierte, Tickets für das Spiel anboten. Er hat natürlich höflich abgelehnt und wir haben uns kaputt gelacht. 🙂
Dann ab ins Getümmel. Wir sind sofort Urmel über den Weg gelaufen und haben ihn gleich fotografiert. Andrea entdeckte, dass es Plastiktrinkbecher mit drei verschiedenen Urmels drauf gibt (na juhu! *gg*). Und vor lauter Aufregung haben wir doch fast vergessen, pünktlich in die Halle zu gehen. Andrea musste natürlich wieder alles einsammeln, was an kostenlosem Merch in der Gegend rumflog, u.a. ein tschechisches Winkelement. 😉
Über unzählige Treppen und diverse Meter in den Gängen kamen wir dann endlich zu unserem Block. (Und ganz ehrlich… die Arena ist nicht schön!). Der Boden da im Oberrang klebte so schlimm wie bei den New York Islanders, und die Sitze hingen fast genauso schlimm durch.
Nachdem ein Trupp Schweden neben Andrea Platz genommen hatte, beschlossen wir, dass wir für die Schweden sind. Und Andrea beschloß, dass sie das frisch erbeutete Winkelement wohl lieber in der Tasche lässt.
Und an dem Ausgleich der Tschechen ist sie übrigens Schuld. Sie hat ihn förmlich ins Tor gequatscht! 😉
Die anwesenden Russen waren übrigens für die Tschechen, die Finnen natürlich auch. Die Schweden waren für sich und erstaunlich stimmungsarm. Und wir waren ja – aus erklärten Gründen – auch für die Schweden. Hat nur alles nix genützt…
Nach dem Spiel entdeckten wir, dass die Stoffurmels heruntergesetzt waren. Und da ich unbedingt einen haben wollte, peilten wir den nächsten Stand an. Waren auch nur drei Leute vor uns! Tja, dummerweise alles Russen, die fürchterlich viel eingekauft haben und nicht sehr entscheidungsfreudig waren. Und dazu kam eine – zwar entzückende – aber seeehr langsame Verkäuferin. 20 Minuten später schloß Sanne endlich ihren großen Urmel in die Arme. Zum Glück schafften wir es aber noch pünktlich zurück in die Halle.
Es war deutlich voller als nachmittags und das Verhältnis russische zu deutsche Fans recht ausgeglichen. Bei uns stieg die Nervosität. Himmel, das hatten wir nicht gebucht! Wir wollten entspannte Halbfinalspiele sehen. Wieder nix…
Nach dem 1. Tor der Deutschen ging ein Jubelschrei durch die Halle, der überwältigend war. Die hinter uns sitzenden Schweden klatschten uns ab (womit klar war, zu wem die hielten *gg*). Die Russen neben Andrea standen wortlos auf und verschwanden.
Auch nach dem Ausgleich durch die Russen zitterten und hofften alle weiter mit. So nahe dran waren unsere Jungs an der Sensation! Es war einfach zu geil, wie sie die Russen zur Verzweiflung getrieben haben! Und dann dieser blöde Treffer eine Minute dreißig vor Ende…. Schade, schade, schade! Die Halle feierte die Jungs aber trotzdem, auch wenn die es in dem Moment wirklich nicht genießen konnten.
Ein bisschen enttäuscht waren wir natürlich schon auch. Da haben sie die Russen so lange in Schlagdistanz gehabt… Aber hey! Wir reden von der russischen Mannschaft und die war richtig angefressen über diese nervigen Deutschen. 😉
Nach dem Spiel haben wir noch was getrunken und ein wenig das Drumherum genossen, eh wir uns auf den Weg ins Hotel machten. Natürlich kamen wir auf dem Weg auch wieder am Mannschaftshotel vorbei. Und da haben wir den Jungs ganz viel positive Energie für morgen übermittelt. :-))