Zweimal hatten wir es ja verschoben, aber nun ist es soweit. Abflug fand bei strahlendem Sonnenschein statt und nach einem ruhigen Flug, landeten wir überpünktlich.
Mit der S-Bahn ging es auch schnell in die City. Unser Hotel liegt quasi genau am Naschmarkt und somit sehr zentral. Und wir haben schon lange nicht mehr so schön gewohnt. Leider spinnt das Wlan gerade. Bisher der einzige Minuspunkt.
Unser erster Weg führte uns in den nahen Supermarkt. Wir brauchten Wasser und vor allem wollten wir die hiesigen Proseccopreise prüfen. Und die haben uns positiv überrascht. Es gibt nicht den super preiswerten Fusel, aber dafür unseren geliebten Valdo für einen unschlagbar günstigen Preis. Damit stand nach einem kurzen Blickwechsel zwischen Sanne und mir fest, der und kein anderen wird unsere Gaumen bis Sonntag verwöhnen.
Am heutigen Tag wollten wir uns erst mal einen Überblick über die Innenstadt und die Entfernungen hier in Wien verschaffen. Im Vorfeld hatten uns zwar alle erzählt, dass alles ganz dicht beieinander liegt, aber davon wollten wir uns dann doch lieber selbst überzeugen.
Und ja…. Ihr hattet Recht! 🙂
Also rein ins Getümmel und gleich am Anfang standen wir vor dem mehrstöckigen Swarovskihaus.
War an der Stelle noch nicht geplant, aber wo wir schon mal hier waren… 🙂
Und wir haben uns alles angesehen. Jedes Schmuckstück, jede Figur, jedes Accessoire und was es sonst so gab. Ein Traum in Kristall! Selbst die Toiletten sind designt. Über den Hahn laufendes Wasser mit blauem Licht. Wow!
Aber zurück zu den kleinen funkelnden Biestern. In dem Shop gab es wirklich alles, was man mit Kristallen verzieren kann, bis hin zu USB-Sticks, braucht ja auch kein Mensch. Und es gab busseweise Asiaten in diesem Laden. Und Russen. Wir fragten uns zwischendurch, ob außer uns und dem Personal da überhaupt jemand deutsch sprach…
Jedenfalls konnten wir den Laden natürlich nicht ohne Beute verlassen! Ich sag nur so viel: Susanne hat jetzt einen kleinen, blauen, frechen Mitbewohner. Und ich konnte mal wieder nicht an Merch vorbei gehen. Wie groß kann man den Namen Swarovski und den Schwan mit Kristallen auf ein T-Shirt schreiben? Groß und in funkelnden Lettern! Wenn jetzt noch irgendwo Wien drauf gestanden hätte, wäre es das ultimative Souvenir gewesen. So muss ich leider weiter suchen *grins*
Vollkommen erschöpft verließen wir nach anderthalb Stunden die Swarovski-Welt und brauchten dringend eine Pause. Waren wir nicht da vorne am Hotel Sacher vorbei gekommen? Sanne wollte doch unbedingt ein Stück Original Schokodröhnung essen. Also nix wie hin. Kuchen war lecker, meint sie. Na, wenn man Schokokuchen mag. Preise gingen eigentlich auch, da hatten wir mit schlimmerem gerechnet. 18 Euro für zwei Stück Kuchen und zwei Kaffee. Gut, billig ist anders. Aber, wie gesagt, wir hatten mit Schlimmerem gerechnet. Das Ambiente ist allerdings nur bedingt gemütlich. Aber wir haben den Punkt auf der Liste abgehakt.
Frisch gestärkt ging es dann weiter Richtung Stephansdom. Hier ein Lädchen, dort eine Confiserie, von denen vielleicht auch zwei oder drei. Ach ja und natürlich Souvenirläden: Sissi, Mozart, Klimt, ab und an mal Franz und natürlich Sissi. Nicht zu vergessen Sissi und natürlich Klimt. Es gibt nichts, was es mit der Kaiserin nicht gibt. Unfassbar. Aber noch nichts dabei, was uns überzeugt hätte. Bei einem kurzen Abstecher in eine Seitenstraße erblickten wir plötzlich einen Sabo-Laden. Da war ja noch was: es gibt nämlich einen Charm von dem Riesenrad im Prater und den kann man nur in Wien kaufen. Also nichts wie rein da.
Zum Glück reichten die Vorräte des Ladens und Sanne und ich konnte beide einen Charm in Empfang nehmen.
Das größere Highlight war allerdings der Schmuckladen gegenüber. Da gab es doch glatt Charms von einer Firma, die wir noch nicht kannten. Unfassbar! Na ja, ist ja viel Platz an so einem Armband… 😉
Nach dem ganzen Shoppingwahn war Zeit für ein wenig Kultur. Auf zum Stephansdom.
Also wir dachten, wir hätten den Shoppingwahn hinter uns gelassen. Hat uns ja aber auch niemand verraten, dass rund um den Dom lauter kleine Stände mit lustigen Dingen sind. Wir haben vorwiegend geschaut, aber bei einem Stand konnten wir uns nicht zurück halten. Wir haben es jetzt amtlich bunt gemalt auf Holz: wir sind geprüfte Proseccotanten. K & K natürlich! (Aber was ist hier eigentlich nicht K & K oder Hoflieferant…?)
So, nun aber dann doch Dom. Sanne hat erst mal gefühlt 100 Wasserspeier an der Außenfassade fotografiert (nein, mir taten nicht die Füße weh und nein, ich hatte keine langen Arme von den Tüten, die ich halten musste). Schließlich ging es rein. Nichts ahnend betraten wir den Dom und fühlten uns dann, als wären wir beim Festival of Lights. Durch farbige Folien an den Fenstern fiel die Sonne und warf ein unbeschreibliches Farbenmeer auf den Innenraum. Überwältigend! Aber leider war grade Messe. Wir müssen also nochmal hin, um uns den gesamten Innenraum anzusehen.
Da wir auch schon ziemlich platt waren, gab es noch einen Käsekrainer und eine leckere Erdbeerbowle und das war es dann auch.
Jedenfalls konnten wir schon mehr Häkchen auf der Check-Liste machen, als ursprünglich an der Stelle geplant war. Aber wir müssen uns ja auch Platz frei schaufeln für das Belvedere, denn entgegen der ursprünglichen Planung, will ich da jetzt doch unbedingt hin! 🙂
Morgen geht es aber erst mal nach Schönnbrunn und – wenn wir schon mal da sind – natürlich auch in den Zoo.