Etwas Herzhaftes fanden wir gestern Abend am Würstlstand an der Oper.
Ein beliebter Treff für alle Gesellschaftsschichten. Und das bis in die frühen Morgenstunden hinein. Und laut Wienern der beste Würstlstand der Stadt.
Für mich gab es wieder eine Käsekrainer (das war dann aber auch meine letzte für diesen Wienaufenthalt) und für Sanne eine Teufelsdingens (wir kommen nicht mehr auf den Namen :-)).
Ein schöner Abschluss des Abends.
Zum ersten Mal konnten wir heute nicht im kleinen Innenhof des Hotels frühstücken, da es leicht nieselte. Für den geplanten Bummel über eine große Einkaufsstraße aber nicht schlimm. Zumal es dann auch bald aufhörte.
Da wir nur wenige Tüten in den Händen hielten, sind wir anschließend gleich zum Naschmarkt gelaufen. Susanne hätte ja gerne eine Tüte mehr in der Hand gehabt, aber die Wiener Öffnungszeiten sind und bleiben merkwürdig. Besagter Laden hat samstags gar nicht erst auf. Verstehe das, wer will…
Den Flohmarkt haben wir ausgelassen und sind gleich an den zahlreichen Obst-, Gewürz- und Antipastiständen entlang spaziert. Bei den ganzen Kostbarkeiten lief einem ständig das Wasser im Mund zusammen. Alles sah so lecker aus, dass wir uns für nichts entscheiden konnten.
In der Mitte des Naschmarktes gab es ein paar Stände, an denen sich österreichische Gegenden mit ihren Erzeugnissen präsentierten. Liköre, Obstbrände, Öle, Marmeladen, Weine, Aufstriche…
alles was man aus Marillen, Kürbiskernen und sonstigem Obst so herstellen kann.
Wir haben ein wenig probiert und auch gekauft.
Aber durch die leckeren Gerüche hatten wir nun endgültig Hunger und so suchten wir auf dem Naschmarkt nach einem Restaurant mit freien Plätzen draußen. Waren wir nicht neulich an so einem Palatschinken-Teil langgelaufen? Und der fehlte ja auch noch auf der Check-Liste.
Dort war zum Glück auch ein Tisch frei und kurz darauf hatten wir die Qual der Wahl aus 58 Palatschinkenvariatonen. Wir entschieden uns für eine Füllung aus Spinat und Schinken mit einer Käsesoße. Und es schmeckte fantastisch.
Da unser Hotel nur zwei Minuten entfernt war, schmissen wir schnell unsere Einkäufe ab, bevor es weiter ging.
Die Kaisergruft in der Kapuzinerkirche liegt auch nahe unserem Hotel und so sind wir dorthin gelaufen.
Alles was bei Hofe Rang und Namen hatte fand dort unten seine letzte Ruhestätte. Und da sind einige prunkvolle Särge dabei.
Interessant auch, wie viele ungarische Monarchisten es noch gibt. Ein Blumenmeer in ungarischen Farben zierten die Särge der letzten ungarischen Könige.
Anschließend sollte es noch ein Tässchen Kaffee im Café Hawelka sein. Von aller Welt angepriesen für seinen ursprünglichen Wiener Kaffeehaus-Charme, wollten wir uns selbst ein Bild davon machen.
Und tja… also alles wie in alter Zeit lassen und nicht mehr renovieren und das Interieur so schmuddelig belassen, mag für die einen Kult sein, ich mag es nicht.
Wir waren drin, aber für weitere Wienbesuche ziehe ich andere Cafés vor.
Aufgrund einer kleinen Unpässlichkeit meinerseits können wir heute Abend leider nicht spontan zum Prater, obwohl das Wetter phantastisch ist. Sonnig und warm.
Somit fällt nach der Donaufahrt auch dieser fest eingeplante Punkt aus. Beim nächsten Mal…. 🙂
Stattdessen sortieren wir jetzt erst mal unsere Sachen, packen schon mal ein wenig vor und werden uns dann zum Abschluss des Abends in die hiesige Ringbahn werfen und die Prachtbauten by Night an uns vorbeiziehen lassen. Morgen dann noch Hofmobiliendepot und Zentralfriedhof und dann ist die Zeit auch schon wieder vorbei…