Heute hatten wir nur einen Tagesordnungspunkt. Einmal nach Hogwarts und zurück. Unser Einlassfenster zur Studio-Tour „Making of Harry Potter“ begann um 12.30 Uhr. Insofern konnten wir den Morgen ganz in Ruhe angehen lassen, wenngleich das Studiogelände auch nicht grade um die Ecke ist. Leider ging es nicht über Kings Cross Gleis 9 ¾, sondern schnöde über Euston, aber dennoch stieg die Vorfreude minütlich. Vor den Toren Londons angekommen, ging es mit dem Shuttle-Bus direkt zum Studiogelände. Schnell die Tickets und den Audio-Guide abgeholt und dann eingereiht in die lange Schlange
Im ersten Raum erwartete uns eine Mitarbeiterin, die mindestens auf Speed war, und uns erklärte, was uns alles phantastisches, überwältigendes und einfach nur spektakuläres erwartete. Prompt fingen die ersten Kinder an zu weinen. Kein Wunder bei der hochfrequenten Stimme. Nach einer kurzen Kinovorführung ließ man uns dann endlich in das Allerheiligste. Der Rundgang begann in der großen Halle von Hogwarts. Hier konnten wir schnell erahnen, wie liebevoll und detailverliebt sich die gesamte Ausstellung präsentieren würde. Und dem war auch so. Zwei Stunden sahen wir uns satt an Details, Kostümen und Requisiten, eh wir das erste Mal das Verlangen nach einer Pause hatten. Praktischerweise hatten die Ausstellungsmacher genau an der Stelle für entsprechende Voraussetzungen gesorgt. Während Susanne noch einen Platz zum rauchen suchte, stand Andrea schon am Butterbier-Stand an. Wir hatten keinen Schimmer, was das sein sollte und wie es schmeckt. Egal, wir mussten es probieren! Fragt nicht, was es war und wie es schmeckt. Wir wissen es nicht, aber es war verdammt lecker! Fanden wir jedenfalls, im Gegensatz zu manch anderen. Aber hier hatte man vorgesorgt und spezielle Behälter aufgestellt, in die man das Getränk entsorgen konnte.
Auf dem Außengelände standen zwar tolle Kulissen, aber es war auch mächtig kalt. Was dazu führte, dass Susanne nur schnell alles fotografiert hat, dann verkrochen wir uns auch schon in die nächste Halle. Und hier warteten unbestritten die zwei absoluten Highlights der Ausstellung auf uns. Die Originalkulisse der Winkelgasse! Amazing! Incredible! Unbelievable! Ähm… ja, wie im Film halt. Details über Details. Noch mehr Details und der Höhepunkt: Weasleys Zauberhafte Zauberscherze. Amazing! Sorry, wir wiederholen uns… Aber es war auch einfach toll!
Wir hatten uns grade von der Winkelgasse erholt und ein wenig über Kulissenbau gelernt, als wir im letzten Raum mit dem überragenden Modell von Hogwarts konfrontiert wurden. Auf 15 Meter Breite erstreckt sich ein absolut naturgetreuer „Nachbau“ des Schlosses, in der Größe von 1:24. Selbst Scharniere, Verzierungen und Eulen sind im originalgetreuen Maßstab nachgebaut. Unfassbar!
Dazu kommt ein Tag- und Nachtwechsel des Lichtes und tolle Musik, so dass uns beiden beim ersten Anblick erst mal die Gänsehaut über den Rücken lief. Das war schon extrem beeindruckend!
Als Abschluss stapeln sich im letzten Raum der Ausstellung tausende von persönlichen Schachteln mit einem Zauberstab. Für jede Person die am Film mitgewirkt hat, versehen mit ihren Namen.
Und nicht wenige Besucher taten es wie wir und suchten nach bekannten Namen. Viele fanden wir, selbst „Ihr wisst schon wen“, aber nicht unsere unangefochtene Nummer eins. Mr. Alan Rickman hat sich offensichtlich gut versteckt.
Nach mehreren vergeblichen Suchrunden, gaben wir auf und ein paar Schritte später standen wir im großen Shop.
Hier gibt es wirklich alles was das Hogwartsherz begehrt. Und auch in jeder Preislage. Wir haben uns alles angesehen, einige Dinge anprobiert, mit Eulenhandpuppen gespielt und dann unsere Auswahl getroffen. Denn ohne Tüte wollten wir diesen tollen Laden dann doch nicht verlassen.
Mittlerweile waren seit unserer Ankunft fünfeinhalb Stunden vergangen und wir machten uns auf den Weg nach Hause.
Fazit: Ein nicht ganz billiges Vergnügen, welches wir aber jedem Filmliebhaber nur empfehlen können.
Während wir diesen Blog schreiben, trinken wir das letzte leckere rote Bulmers-Cider, vernichten noch ein paar der Chipstüten und blicken auf unsere vollen Koffer.
Morgen geht’s dann endlich zum Twinnings-Teashop und… naja eigentlich steht nichts mehr auf unserer Liste. Die haben wir komplett abgearbeitet. Also werden wir sehen, wohin es uns noch treibt, bevor es am späten Abend zurück nach Berlin geht.
Bis zum nächsten Trip…. 🙂