Wettermäßig stand heute Vormittag Regen auf dem Programm. Da wir aber eh den Kensington Palast besuchen wollten, störte das nur am Rande.
Von außen ja eher ein unscheinbares Gebäude –zumindest wenn man andere Paläste so kennt – entpuppte es sich drinnen als eine der nettesten königlichen Ausstellungen seit langem.
Zum Diamantenjubiläum rundum erneuert, punktete sie mit schlichter Eleganz und modernem Museumsdesign.
Die einzelnen Räume nur mit wenigen, aber dafür sehr unterhaltsamen und informativen Inhalten gefüllt. Vor allem ist es eine Ausstellung zum Anfassen. Wo anderswo auf jeder Sitzgelegenheit Absperrkordeln hängen, darf man hier auf allem möglichen Platz nehmen.
Ebenso kann man Schubladen öffnen, sich an Schreibtische setzen oder an verschiedenen Spieltischen Platz nehmen. Dort warten historische Brett- und Karenspiele (inkl. Spielgeld) auf Mitspieler.
Völlig hin und weg von der Ausstellung stellten wir bei der nötigen Kaffeepause fest, dass unser ursprünglicher Zeitplan aus dem Ruder lief. Aber wir sind ja flexibel und so wurde die geplante Kanalfahrt zum Camden Markt ersatzlos gestrichen.
Am Ende des Palastbesuches wartete wieder ein Shop auf unsere Geldbörsen. Und wir haben endgültig begriffen, dass uns jeder königliche Shop mit neuen und tollen Dingen begeistern wird.
Das Motto: Kennst du einen, kennst du alle, kann man hierfür getrost vergessen.
Zum Glück hatte der Wind die Regenwolken vertrieben und so konnten wir noch ein wenig im Park spazieren gehen entdeckten dabei ein kleines Kunstwerk – die Elfeneiche.
Ein 900 Jahre alter Baumrest, der so geschnitzt und bemalt wurde, dass es aussieht als ob Elfen, Gnome und kleine Tiere in seiner Rinde leben. Einfach wundervoll. Und so wertvoll und fragil, das man ihn eingezäunt hat, was jegliches Fotografieren unmöglich machte.
Wer sich ein Bild machen möchte, kann gerne mal nach Elfin Oak Bildern googlen. 😉
Nächster Stopp Paddington Station. Quasi ein Pflichttermin, nachdem wir im Dezember ja den tollen Paddington Film im Kino gesehen und uns spontan in den süßen Bären verliebt hatten.
Nach ein bisschen Suchen im riesigen Bahnhof fanden wir das Wichtige: den Paddington Shop! J
Klar haben wir der Bronzestatue des Bären auch einen Besuch abgestattet.
Damit war es genug Kultur für heute. Ab zum Camden Markt. Weniger des Shoppens wegen, sondern einfach weil es ein tollen Ort ist und man hier immer wieder zwischen den vielen Ständen nach etwas Ausgefallenem Ausschau halten kann.
Da wir aber ja im Zeitplan hinkten, blieb uns nicht allzu viel Zeit zum Bummeln, da es bereits auf 18 Uhr zu ging.
Auch „unsere“ Doc Martins Läden hatten keine bösen Attacken geplant, also blieb es bei den Tüten der Kensington – und Paddington Shops.
Es war jetzt aber auch dringend Zeit, um endlich etwas zu Essen. Also ab in Richtung Hotel.
Und nach einem netten Restaurantbesuch und einer kleinen Erkundungstour, was es sonst noch so in der Gegend gibt, liegen wir nun faul im Zimmer und schreiben bei leckerem Bulmers Cider diesen Blog.
Morgen wollen wir früher raus, da es an den äußersten Rand von London geht: nach Hampton Court, dem ältesten Tudorschloss. (mit vier Shops! ;-))