Montréal im Regen und weiter nach Québec City

Leider präsentierte sich die Stadt am nächsten Tag unter einer schweren Wolkendecke und es regnete in einer Tour, mal mehr, mal weniger. Trotzdem machten wir uns zunächst auf den Weg zum Mont Royal, dem Haus- und Hofberg der Stadt, von dem aus man einen tollen Blick haben soll. Ob das so ist, konnten wir leider nicht herausfinden, denn am Fuße des Berges wurde klar, dass wir von oben gar nichts sehen würden, so tief hingen die Wolken.  Also sparten wir uns den Aufstieg, zumal die Bäume in Montréal auch noch nicht so weit sind, dass wenigstens die einen tollen Anblick bieten würden. Bergsteigen ohne Belohnung wollten wir dann doch nicht. Wir kehrten also um und machten uns auf den Weg Richtung Downtown, genauer gesagt zum Centre Bell, der Heimspielstätte der Montréal Canadiens, dem heimischen NHL-Team. Leider konnte man die Halle nicht besichtigen, da sich Céline Dion dort für mehrere Konzerte eingenistet hatte. Den Großteil davon hat sie abgesagt, haben wir später gelernt. Rein kam man trotzdem nicht. Aber egal. Die Halle von außen, das ganze Drumherum und natürlich der Canadiens-Shop waren trotzdem einen Abstecher wert. Da Andrea ja grundsätzlich keine Abneigung gegen die Canadiens hat und NHL-Klamotten wollte, wurde wild anprobiert und am Ende auch gekauft. Beim Bezahlen kam es wieder zum – mittlerweile obligatorischen – Gespräch Susannes mit der Kassiererin. Diese hatte mal Deutsch in der Schule, aber sie wollte genauer wissen, woher wir kommen. Deutschland, Österreich, Schweiz…. wir sprachen zu schnell, als dass sie dies hätte erkennen können. Und so kamen „wir“ wieder ins Plaudern. 

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Von Ontario nach Quebec

Sonntag war Reisetag. Aufgrund der Wohnsituation in Morrisburg hatten wir beschlossen, unser Frühstück bei Tim Horton‘s zu uns zu nehmen. Zumal wir da noch nicht waren, obwohl wir schon seit Mittwoch im Land sind. Geht gar nicht! Zur Erklärung für die, denen der Name nichts sagt. Dahinter verbirgt sich die größte kanadische Kaffee- und Fast-Food-Kette, die von einem ehemaligen Eishockeyspieler gegründet wurde. Ein Blick auf die Uhr und das Navi und wir entschieden uns weiter für die Landstraße. In Cornwall sollte es eine interessante Kirchenruine geben, an der wir noch einen Zwischenstopp machen wollten. Viel interessanter war allerdings erstmal der riesige Wallmart, der uns am Ortseingang auflauerte. Da wir Zeit hatten, haben wir ihn uns ausführlich angeguckt und auch gleich unseren Proviant aufgefüllt. Um diese Kirchenruine hätte in Europa niemand Aufsehen gemacht. Erbaut 1821, abgebrannt 1966 – Daten, die bei uns niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Aber die Gegend war ganz nett. Weiterlesen